MCKINSEY-STUDIE: ZEHN INFRASTRUKTURTRENDS FÜR 2018

Nie waren Umfang und Tempo des Wandels bei der IT-Infrastruktur größer. Wer Schritt halten will und die Weichen richtig stellen will, muss die Entscheidungsprozesse im Unternehmen den neuen Geschwindigkeiten anpassen. So lautet das Fazit der McKinsey-Studie „Zehn Trends für die Zukunft der Enterprise IT-Infrastruktur“. Danach setzt sich der Trend, alles „as a Service“ anzubieten, künftig auch bei der Hardware fort. Infrastructure und Platform „as a Service“ gehört mit 53 Prozent jährlichem Wachstum zu den am schnellsten wachsenden IT-Sektoren. Dabei haben 96 Prozent der von McKinsey befragten Manager angegeben, dass sie in den kommenden drei Jahren in Projekte rund um das Internet der Dinge investieren werden, um die Optimierung interner Abläufe und die Unterstützung bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle voranzutreiben. 70 Prozent der Wertschöpfung sollen in zehn Jahren durch die Integration von B2B-Anwendungen mit „Industrie 4.0“ entstehen.
Gleichzeitig werden Public Clouds zum Mainstream. Nach Einschätzung von McKinsey werden in diesem Jahr 80 Prozent aller bestellten Server in Rechenzentren aufgestellt, um Rechenleistung aus der Cloud anzubieten. Darunter sind immer mehr White-Label-Produkte. IDC schätzt, dass im Jahr 2020 jeder zweite Server „Marke Eigenbau“ sein wird. Der Rest der Produktion wandert nach Asien ab.
Open Source-Produkte wie Apache Spark, Kubernetes oder Open Shift gewinnen immer mehr Vertrauen auch bei großen Anwendern. Ein Beispiel für Newcomer in der Open-Source-Community ist Googles Open Source-Verzeichnis für Machine Learning-Code. Dabei nimmt das Sicherheitsdenken immer mehr zu. 80 Prozent der von McKinsey Befragten befürchten, nicht mehr angemessen auf Bedrohungen von außen reagieren zu können.
Auch bei der Entwicklung und Anpassung von Softwarelösungen wird immer mehr Geschwindigkeit gefordert. Nach agilen Konzepten werden in Zukunft vor allem „DevOps-Projekte gefragt sein, bei denen „Development“ und „Operations“ Hand in Hand gehen. Zusätzlich wird das Tempo noch durch die beschleunigte Entwicklung von KI-Anwendungen befeuert. Künstliche Intelligenz wird gerade bei der Auswertung und Entscheidungsfindung bei Produktions- und Logistikprozessen assistieren.