ERP-Blog

DR. ERPEL: PROGRAMMIEREN IM RÜCKSPIEGEL

Dr. ERPel wurde jetzt wieder zu einem ERP-Projekt gerufen, das völlig festgefahren war. Dabei hatten eigentlich alle alles richtig gemacht: ein Pflichtenheft beschrieb die Geschäftsanforderungen, ein Auswahlverfahren sorgte dafür, dass die richtigen Anbieter in die engere Wahl kamen. Und schließlich konnten sich die Anwender zusammen mit der Geschäftsführung in ausführlichen Workshops von der Funktionalität und Brancheneignung der ausgewählten Lösung überzeugen.

TÄGLICHE HYGIENE EMPFOHLEN

Für viele IT-Leiter ist – beziehungsweise war – die Einführung eines ERP-Systems im Unternehmen der Höhepunkt der eigenen Karriere. Nie stand man mehr im Mittelpunkt. Nie war die Abstimmung zwischen gewünschten Geschäftsprozessen und möglicher technischer Umsetzung aufwendiger, wenn nicht gar aufreibender. Kein Wunder also, dass viele IT-Leiter – erst recht, wenn sie die Pensionsgrenze in greifbarer Nähe sehen – ein solches Projekt scheuen wie der Teufel… Aber lassen wir das.

VORSICHT FALLE: DAS MÜSSEN SIE IM ERP-PROJEKT BEACHTEN!

Wer eine neue Unternehmenssoftware einführt, muss einen technischen und organisatorischen Mehrkampf bestehen. Das gilt vor allem bei der Einführung von ERP-Systemen, die – richtig eingesetzt – praktisch jeden Funktionsbereich eines Unternehmens erfassen und zu einer funktionsübergreifenden Geschäftsprozess-Steuerung führen.

DIGITALISIERUNG IST NICHT GLEICH DIGITALISIERUNG

Deutschland ist Weltmeister! Das gilt nicht nur im Fußball und galt lange im Export. Es gilt auch für die einträgliche Disziplin „Geschäftsprozessoptimierung“. Die kontinuierliche Verbesserung bestehender Geschäftsabläufe ist eine der großen Domänen des deutschen Mittelstands. Hierzulande zielen mehr Innovationen auf die Verbesserung der Prozesse als auf die Weiterentwicklung der Produkte. Das ist einerseits löblich, denn das permanente Schrauben an Geschäftsprozessen ist Garant für die Wettbewerbsfähigkeit vieler Mittelständler im internationalen Vergleich.