MEHR UMSÄTZE MIT ERP-SYSTEMEN

Das Geschäft mit ERP-Systemen boomt: lediglich sieben Prozent der im ERP-Barometer des Hightech-Verbands Bitkom befragten Anbieter meldeten im ersten Halbjahr 2017 sinkende Umsätze, bei 69 Prozent stiegen die Einnahmen jedoch – zum Teil sogar deutlich. Angesichts der guten Konjunkturerwartungen auch im zweiten Halbjahr wollen die meisten Softwarehäuser deshalb auch zusätzliche Mitarbeiter einstellen – wenn sie denn welche finden: vier von fünf Arbeitgebern sehen im Fachkräftemangel die größten Wachstumshemmnisse. Wie im Vorjahr verzeichnen die ERP-Anbieter die größte Nachfrage im Bereich der On-Premise-Lösungen (62 Prozent), mit denen Unternehmen die vollständige Kontrolle über ihre geschäftskritischen Daten behalten, jedoch auch die Installation, Wartung und Kontrolle der Software selbst tragen müssen. „Obwohl der Trend zum Cloud Computing geht, ist die Nachfrage nach On-Premise-Lösungen beim Kunden nach wie vor hoch“, beobachtet Dr. Frank Termer, beim Bitkom für das ERP-Barometer zuständig. Aber auch das Interesse an anderen ERP-Lösungen steigt zunehmend. 44 Prozent geben an, dass Produkte wie Hosting- oder Infrastructure-as-a-Service-Lösungen besonders gefragt sind. Vier von zehn ERP-Unternehmen (40 Prozent) berichten von einer starken Nachfrage nach Private-Cloud- oder Software-as-a-Service-Lösungen (SaaS). Bei jedem fünften Anbieter (21 Prozent) werden Public-Cloud-Lösungen stark nachgefragt.